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„Wie normal ist Deutschland?“ Podiumsveranstaltung zur Kritik der Identifikation mit der Nation

Freitag, 1. Oktober 2010, 20 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstr. 12-19, 28203 Bremen
Diskussionsabend zur Gretchenfrage: „Wie normal ist Deutschland?“
Mit Thomas Ebermann (Autor u.a. in konkret), Ted Gaier (Goldene Zitronen), N.N., („…ums Ganze!“-Bündnis) und weiteren illustren Gästen.
Moderiert und veranstaltet in Kooperation mit der Basisgruppe Antifa (Bremen).

Kampagne “Fair Oceans” — Aufruf in neuer WATERKANT

Eine Kampagne “Fair Oceans” soll “für die Weltmeere als gemeinsames Erbe der Menschheit und ihre nachhaltige Nutzung” eintreten — das ist das Ziel eines Aufrufs, der in einem Sonderteil der soeben erschienenen Herbst-Ausgabe der meerespolitischen Zeitschrift WATERKANT abgedruckt ist. Organisatoren der Kampagne sind der “Verein für Internationalismus und Kommunikation” (IntKom e. V., Bremen) und die Arbeitsstelle “Agrarhandel und Fischerei” des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED, Frankfurt/M.) mit Unterstützung des “Forums Umwelt und Entwicklung” (FUE, Berlin/Bonn).
“Deepwater Horizon” und die Folgen ihrer Hinterlassenschaft in Form unterseeischer Ölteppiche, die Gier der Industrienationen nach den Rohstoffen der Tiefsee, die massive Plünderung der Fischbestände durch Riesentrawler und die Auswirkungen auf die Fischerfamilien in den Küstenstreifen der Entwicklungsländer — das alles und mehr sind die Themen, um die es geht. Der Aufruf ist ein eindringlicher Appell an alle Interessierten, sich in der Meerespolitik zu engagieren und dabei deren entwicklungs- und umweltpolitische Dimensionen zusammenzuführen.
Die Zeitschrift WATERKANT hat den Aufruf auf ihrer Webseite www.waterkant.info zum Download bereit gestellt. Das aktuelle Heft der Zeitschrift waterkant, die nach wie vor als Non-Profit-Projekt betrieben wird und auf Unterstützung in Form von Abos und Spenden angewiesen ist, enthält viele weitere spannende Themen: Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeiten sind ebenfalls über die Webseite http://www.waterkant.info erreichbar.

Film- und Informationsveranstaltung zum bevorstehenden Revisionsprozess im Fall Oury Jalloh

Brecht das Schweigen – für Wahrheit und Gerechtigkeit!

Mit N.N., Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (Dessau-Berlin)

Mittwoch, 6. Oktober, 20:00 Uhr, Bonbonfabrik, Hardenbergstr. 50-54, 28201 Bremen

Am 7. Januar 2005 ist Oury Jalloh im Polizeirevier Dessau bei lebendigem Leib verbrannt. Bis heute weiß die Öffentlichkeit nicht, was an diesem Tag in Zelle Nr. 5 tatsächlich geschehen ist. Während Verwandte, FreundInnen und die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh von Mord sprechen, wurde im ersten Prozess gegen zwei Polizisten lediglich Anklage wegen “Körperverletzung mit Todesfolge” bzw. “fahrlässiger Tötung” erhoben. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Das Lügengestrüpp der ZeugInnen war einfach zu dicht, zumindest für einen Richter, der weder willens noch in der Lage war, das Verfahren mit aller Entschiedenheit durchzuführen – was auch in seinen abschließenden Worten bei der Urteilsverkündung deutlich wurde: “All diese Beamten, die uns hier belogen haben, sind einzelne Beamte, die als Polizisten in diesem Land nichts zu suchen haben. (…) Ich habe keinen Bock, zu diesem Scheiß noch irgendwas zu sagen.”
Am 7. Januar kassierte der Bundesgerichtshof in einer spektakulären Entscheidung das Urteil des Dessauer Landgerichts. Der Fall wird nun vorm Landgericht Magdeburg neu aufgerollt – voraussichtlich ab dem 25. Oktober. Erneut wird die von der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft vertretene Behauptung auf dem Prüfstand stehen, wonach Oury Jalloh die feuerfeste Matratze selbst angezündet haben soll – und das, obwohl er an Händen und Füßen fixiert war. Oder es wird zu klären sein, weshalb der diensthabende Polizeibeamte mehrfach den Rauchmelder aus dem Zellentrakt ausgeschaltet hat. Hinzu kommen neue Widersprüche und Indizien, die erst jüngst bekannt geworden sind.
In der Veranstaltung werden Mitglieder der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh nicht nur vom bevorstehenden Prozess berichten, es soll auch um den ersten Prozess gehen – hierfür wird eine aktuelle Version des mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilms “Tod in der Zelle” gezeigt werden. Zudem soll zur Sprache kommen, dass Oury Jalloh kein Einzelfall ist: Ebenfalls vor 5 Jahren ist Laye Conde in Bremen durch die zwangsweise Vergabe von Brechmittelen ums Leben gekommen. Ein weiteres, zum Glück weniger dramatisch verlaufenes Beispiel war die homophobe Polizeigewalt gegen zwei Aktivist_innen anlässlich der Proteste gegen das “Christival” im Jahr 2008.

Weitere Infos unter: http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen und NoLager Bremen

GREEN NEW DEAL, SUFFIZIENZ ODER ÖKOSOZIALISMUS? (Buch)

Konzepte für gesellschaftliche Wege aus der Ökokrise”, so der Untertitel ihres Buches, suchen Frank Adler und der in Oldenburg lebende Ulrich Schachtschneider. Der Verlag schreibt: “Unsere ökologischen Lebensgrundlagen sind in Gefahr – aber woran liegt das und wie kann man das verändern? Breite Unterstützung genießen “grüne” Technologien, von ihnen wird die Trendwende zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen erwartet. Kontrovers wird hingegen diskutiert, wie tief die Ursachen der ökologischen Krise in den sozio-ökonomischen Strukturen, Lebensweisen und Weltsichten unserer modernen kapitalistischen Gesellschaft wurzeln. Wie radikal können und müssen gesellschaftliche Alternativen gedacht werden, um Auswege aus der ökologischen Krise zu eröffnen? Welche Wege dorthin sind denkbar und von wem sind erste Schritte zu erwarten? Dieses Buch vermittelt einen Überblick in einer schwer überschaubaren Debatte, indem es das Spektrum der wesentlichen Denkansätze herausarbeitet – von Subsistenz und “warmherziger Genügsamkeit” bis zu grünem Kapitalismus, von individuellem Kulturwechsel bis zu sozial-ökologischer Regulation .
oekom verlag, München
320 Seiten, 24,90 EUR, ISBN 978-3-86581-213-1
http://gesellschaftlichewegeausderoekokrise.wordpress.com/

Nicht mit uns! – Film-Veranstaltung zum Widerstand gegen Atomtransporte

Montag, 11. Oktober 2010, 19.00 Uhr, Kurzschluss, Lahnstr., 28199 Bremen

Der Film “Nicht mit uns!” gedreht von der Videogruppe der BI Lüchow-Dannenberg dokumentiert am Beispiel der Castor-Transporte 2004 und 2005 die Vielfältigkeit und Entschlossenheit des Widerstandes gegen Atommülltransporte nach Gorleben. Die Filmemacher_innen heben dabei insbesondere die starke regionale Verankerung der Proteste hervor und ihre politische Stärke, unterschiedliche Widerstandskulturen nicht auszuschließen, sondern zu verbinden. Damit beschreibt der Film exemplarisch, wie es sozialen Bewegungen gelingen kann, nicht nur ereignisorientiert interventionsfähig zu werden, sondern auch langfristige Politisierungsrahmen zu schaffen.

In Kooperation mit Bremer Klimaplenum und Bremer AntiAtomForum.

SZ druckt JF-Anzeigen – Leserbrief dazu aber nicht

Die Süddeutsche Zeitung hat großformatige Anzeigen der “Jungen Freiheit” veröffentlicht. Einen Leserbrief, der dies kritisiert, wollte das Blatt aber nicht drucken. NPD-BLOG.INFO dokumentiert das Schreiben an die SZ, welche in ihrem Online-Shop übrigens auch Literatur aus rechtsextremen Verlagen vertreibt. Aber hier zunächst der Brief:

4. Oktober 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Süddeutsche Zeitung druckte in ihrer Wochenendausgabe vom 2./3. Oktober eine großformatige Werbeanzeige der Berliner Wochenzeitung “Junge Freiheit”. Die “Junge Freiheit” ist das Flaggschiff der extrem rechten Publizistik in Deutschland, das sich seit geraumer Zeit in einer bürgerlich-konservativen Verpackung zu verkaufen versucht. Sie bietet all jenen eine Plattform, denen die NPD und Straßennazis zu primitiv sind und die ihren Nationalchauvinismus gerne mit einem gewissen kulturellen Niveau verbrämen. Sie ist in der Grauzone zwischen Neokonservatismus und Neofaschismus beheimatet und arbeitet seit zwei Jahrzehnten an der historischen Legende einer “sauberen deutschen Rechten” jenseits der NSDAP. Dabei waren es gerade die geistigen Vorbilder der “Jungen Freiheit”, die Hitler in Weimar den Weg an die Macht geebnet haben: Die Schriften Oswald Spenglers, Arthur Moeller van den Brucks und Ernst Jüngers haben das geistige Feld bereitet, die Kreise um Franz von Papen und Carl Schmitt die politischen Weichen gestellt.
Die “Junge Freiheit” bezieht sich seit jeher auf jene politischen Kräfte, die mit der NSDAP die Koalition eingingen, und führt deren völkischen Nationalismus fort. Autoren der “Jungen Freiheit” und Aktivisten des mit ihr eng verbundenen “Instituts für Staatspolitik” betreiben die intellektuelle und politische Rehabilitation des europäischen Faschismus. Als Beispiel für diese Strategie sei der in der Anzeige namentlich erwähnte Karlheinz Weißmann genannt. Die “Junge Freiheit” steht zudem für einen aggressiven christlichen Fundamentalismus. Sie verbreitet geschichtsrevisionistische Thesen und stellt die Ergebnisse der historischen Forschungen zur Vernichtung des europäischen Judentums in Abrede. So ergriff sie nicht nur Partei für den Holocaustleuger der fundamentalistischen Pius-Bruderschaft, Bischof Richard Williamson, sondern verbreitet, die Ergebnisse der Erforschung des Holocausts seien “von wissenschaftsfremden Kräften vorgegeben” (JF 8/2009). Man führe sich zudem vor Augen, dass ihre Anhänger im November 2009 ernsthaft gegen die Teilnahme der Bundeskanzlerin Angela Merkel an den Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkrieges demonstrierten. Ihre außenpolitische Programmatik wäre, sollte sie jemals umgesetzt werden, eine Gefahr für den Frieden in Europa.
Es war zu erwarten, dass die “Junge Freiheit” im Schatten der Demagogen vom Schlage Thilo Sarrazins und Erika Steinbachs die angeheizte Debatte über eine “Renaissance des Konservatismus” für ihre Zwecke nutzen würde. Nicht zu erwarten war dagegen, dass sich ein seriöses Medium wie die Süddeutsche Zeitung für eine Anzeige dieses Organs zur Verfügung stellt. Wir fordern die Süddeutsche Zeitung dazu auf, diesem Normalisierungsprozess völkischer und extrem rechter Positionen nicht auch noch Vorschub zu leisten und bei der Auswahl ihrer Anzeigenkunden künftig etwas sensibler zu Werke zu gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Knud Andresen, Studienleiter Gustav-Heinemann-Bildungsstätte, Bad Malente

Friedrich Burschel, Referent zu Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit, Rosa Luxemburg Stiftung

Anna Conrads, rechtspolitische Sprecherin DIE LINKE im NRW-Landtag

Prof. Dr. Michel Cullin, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks

Prof. Dr. Frank Deppe, Marburg

Michael Ebenau, Gewerkschaftssekretär, IG Metall Jena-Saalfeld und IG Metall Gera

Prof. Dr. Norbert Finzsch, Direktor der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Instituts, Universität zu Köln

Richard Gebhardt, Politikwissenschaftler, RWTH Aachen

Prof. Dr. Wolfgang Fritz Haug, Berliner Institut für kritische Theorie e.V.

PD Dr. Kirsten Heinsohn

Dr. habil Klaus Holz, Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland, Berlin

Prof. Dr. Siegfried Jäger, Duisburg

Jan Jetter, Bildungsreferent, Hamburg

Stefan Kausch, Engagierte Wissenschaft e.V., Leipzig

Kerstin Köditz, MdL Sachsen; Sprecherin der Fraktion Die LINKE für antifaschistische Politik

Hildgarde Lisse, SPD-Aachen-Ost, ehem. Ratsfrau im Rat der Stadt Aachen

Birgit Mollemeier

Dr. Thomas Müller, Sozialwissenschaftler und Historiker, Aachen

Petra Pau, MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Frank Schubert, Forum für kritische Rechtsextremismusforschung , Leipzig

Dr. Stefan Vogt, Ben-Gurion University of the Negev, Beer-Sheva, Israel

Dr. Volker Weiß, Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V.

Volkmar Wölk

Uwe Wötzel, Gewerkschaftssekretär, ver.di

sowie:

Antifaschistisches Bündnis Bergedorf, Hamburg

Mobiles Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Hessen

Opferperspektive Brandenburg e.V., Beratung von Opfern rechts-motivierter Gewalt

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der antifaschistischen Konferenz “Manometer” vom 1. – 3. Oktober in Kassel

Quelle: http://npd-blog.info/2010/10/09/sz-druckt-jf-anzeigen-leserbrief-dazu-aber-nicht/ – dort gibt es auch noch mehr Informationen. Die RLI wurde um Unterstützung dieses Leserbriefes angefragt, konnte aber nicht mehr rechtzeitig reagieren.

Der Soziologe Andreas Kemper über Klassismus und die Alltäglichkeit von Diskriminierung und Exklusion

Jens Wernicke interviewt am 11.10.2010 in telepolis Andreas Kemper, der am 9. Juni auf einer Veranstaltung der RLI referierte und seit einiger Zeit auch einen Blog zum Thema betreibt.
In Zeiten, in denen die Feministin Judith Butler den “Zivilcouragepreis” des Christopher Street Days zurückweist, da sie bei den sich gegen Homophobie zur Wehr setzenden Organisatoren klare Rassismen identifiziert, von denen diese sich nicht einmal distanzieren wollen, während fast zeitgleich ein SPD-Mitglied Armen attestiert, sie seien arm, da sie an “angeborenem Schwachsinn” litten, in Zeiten also, in denen Diskriminierte selbst mehr und mehr diskriminieren und die so genannte “gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit” neue Formen sowie bisher ungeahnte Ausmaße annimmt, wächst die Notwendigkeit, eine gesellschaftliche Debatte über die Mehrdimensionalität von Diskriminierungen auf der einen, sowie die Stigmatisierung insbesondere von Armen, deren Elend zunehmend als selbstverantwortet erklärt wird, auf der anderen Seite zu führen. Weiterlesen http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33452/1.html.

Castor-Filmabend

Mittwoch, 13.10.2010 um 18.00 Uhr im GW3 (an der Universität Bremen)

Die zahlreichen filmischen Impressionen verschiedener Videogruppen (Eisbär Kooperative, Cine Rebelde, graswurtzel.tv, u.a.) vom letzten Castortransport nach Gorleben sollen Anlaß bieten, aktuelle Strategien und Praxen emanzipatorischer Politik im Spannungsfeld von Energie- und
Standortpolitik zu diskutieren und zu reflektieren.

In Kooperation mit Bremer Klimaplenum und Bremer AntiAtomForum.

Queerfeministischer Filmworkshop mit der New Yorker Filmemacherin Katrina del Mar

15. und 16.10.2010, jeweils von 10-17.00 Uhr; Hochschule für Künste Bremen, Speicher XI

Katarina del Mar. Fotografin und Filmemacherin, lebt in New York.
Seit 1999 produziert sie Super 8-Low Budgetfilme die sich inhaltlich mit dem Genre des Sexploitationfilms auseinandersetzen. Mit ihren queerfeministischen Ansätzen greift sie die Welt der Trashfilme auf und unternimmt subversive Veränderungen an dem gesellschaftlich geprägten Heldenmythos. Sie zerstört das Muster des weissen männlichen Helden. Dieser wird ohne mit der Wimper zu zucken durch weiblich sozialisierte Strassengangs ersetzt. Der Mythos Held erfährt eine Kastration die durch kollektives Zerstören und Begehren ersetzt wird. Die vorgegeben Geschlechterrollen werden kokett ausgeschlachtet und neu definiert. Dabei werden feministische Ansätze immer wieder in Frage gestellt. In Katarina del Mars Filme beherrschen die lesbischen Superfemmes die Surfbretter und Strassen.

Link: www.katrinadelmar.com

Ablauf des Workshop:
Katharina del Mar wird im ersten Teil des Workshops einen Einblick in ihre Arbeitsweise geben. Sie wird über die Geschichte des Explotation Kinos erzählen. Darüber soll eine Diskussion zu Queerfeminismus und Sexploitation sowie Trashmovies und deren Ästhetik angeregt werden. Im zweiten Teil wird ein Skript entworfen der innerhalb des Workshops bearbeitet und verfilmt wird. Die Teilnehmer_Innen sollen die Charaktere selber verkörpern sowie die Kamera bedienen und Regie führen.

Teilnehmer_innenzahl: 12
Anmeldung unter: wuestenberg(äddd)uni-bremen.de

Im Rahmen des Queer Film Festival Bremen: http://www.queerfilm.de/index.php/festival-2010/

PRAXISWERKSTATT – Politische Bildung selber machen

15. bis  17. Oktober 2010, Verden/Aller
Ihr wollt politische Bildung selber machen, durch linke Bildungsarbeit Emanzipation und Selbstbestimmung fördern und dafür verschiedenste und vielfältige Methoden nutzen? Politische Bildung kann mehr sein als verschulter Frontalunterricht!
Auf der PRAXISWERKSTATT könnt ihr euch mit Themen beschäftigen, die darauf abzielen, euch Instrumente für eine erfolgreiche Planung und Durchführung verschiedenster eigener Veranstaltungen näher zu bringen. Manches davon könnt ihr in praktischen Übungen auf der Werkstatt gleich ausprobieren. Wir werden auf Veranstaltungsformate und Situationen zurückgreifen, wie ihr sie selbst nutzt bzw. erlebt habt. Konkret bedeutet dies auf der Werkstatt eine Arbeit entlang dieser Fragen: Was verstehe ich unter kritischer politischer Bildung? In welche Rollen kann/sollte ich als TeamerIn schlüpfen? Was bedeutet soziales Lernen? Welche Methoden passen zu welcher Situation? Wie binde ich möglichst viele Anwesende ein?
Das Bildungswerk für Politik und Kultur e.V. sucht ständig neue TeamerInnen. Wenn ihr euch bei uns einbringen wollt, ist die PRAXISWERKSTATT der richtige Ort um anzufangen.
TeamerInnen: Friedericke Hartwig, Wenke Christoph, Ines Koburger & Hendrik Weipert

Veranstalter: Bildungswerk für Politik und Kultur e.V. im Jugendbildungsnetzwerk der RLS
Anmeldung: anmeldung(ädt)politikundkultur.de

Nähere Infos und Anreisebeschreibungen werden bei Anmeldung mitgeteilt. TeilnehmerInnenbeitrag sind 15 Euro (Bitte zum Seminar mitbringen). Dafür werden Übernachtungs- und Verpflegungskosten übernommen und eure Fahrtkosten zurückerstattet (DB 2.Klasse). Die Seminare beginnen am Samstag, aber ihr könnt schon am Freitag anreisen.

Hoffnungslos Feministisch?! 3.0 (Veranstaltung mit Frigga Haug)

Dienstag, 19.10. 2010, 19 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Die sozialistische Feministin Frigga Haug stellt die Thesen ihres Buches “Die-vier-in-einem-Perspektive” vor. Im Fokus der “Vier-in-einem-Perspektive” steht die Utopie einer gerechten Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit, sozial-politischem Engagement und kultureller Entwicklung.
Außerdem ließt Frigga Haug aus ihrem neuen Buch “Briefe aus der Ferne”. Darin kommen Feministinnen aus 14 Ländern zu Wort, die feministische Perspektiven diskutieren.
http://www.vier-in-einem.de/
Veranstaltung für FrauenLesbenTransgender – in Kooperation mit der FrauenLesbengruppe Flop.

Abschiebungen von Roma aus Westeuropa und Antiziganismus in Rumänien

– nicht nur aktuelle Debatten hier und dort
Eine Diskussionsveranstaltung mit Anda Nicolae Vladu (Oldenburg)

Donnerstag, 21.10.2010, 19.00 Uhr, Galerie FLUT, Hochschule für Künste, Speicher XI 8, Bremen

Vom 13. bis 22. Oktober präsentieren Student_innen der HfK Bremen und das Balkan Cinema Filmfest (www.balkancinema.wordpress.de) die Ausstellung NEW ID des rumänischen Fotografen Bogdan Mesesan. Die Öffnungszeiten sind Mi bis So, 15 bis 18 Uhr. Finissage ist am 22.10. um 18 Uhr – der Künstler ist anwesend.
Der Auslöser zu dieser Portraitfotoserie mit über die Köpfe gezogenen Feinstrümpfen war ein Aushang in den Zügen der französischen Bahn SNCF im Januar 2010: „Die Begegnungen mit Rumänen haben uns in den letzten Wochen Sorgen bereitet. Tatsächlich wurden zahlreiche Diebstähle von Gepäckstücken festgestellt. Wir bitten Sie daher Ihre Wachsamkeit zu erhöhen. Alle Fälle, Daten und Fakten in Bezug auf Rumänen sind dem PCNS mitzuteilen.“ Alle „Rumänen“ werden hier als Diebe stigmatisiert.
Die verbreitete Gleichsetzung von Rumän_innen mit Roma bedient weitere Ressentiments. Kaum überraschend bildet wiederum diese von außen erfahrene „Verwechslung“ ein spezielles Muster der Abwehr von Roma in Rumänien, ist ein Ausdruck des rumänischen Antiziganismus.
Antiziganismus, das bedeutet Sprache, Bilder und Gewalt gegen Roma, ist der Antrieb für Kriminalisierung und Abschiebungen, Hetze in den Medien und immer wieder Ausgrenzung und Nichtteilhabe an gesellschaftlichen Zugängen. Sei es in Frankreich, in Deutschland, aber auch in Rumänien.
Der Diskussionsabend dient als Anregung und Einladung über die Verstrickungen eines europaweiten Phänomens nachzudenken. Woher kommt der Hass gegen diese an den Rand gedrängte Gruppe? Inwiefern hat die Erfindung nationaler Identität in Rumänien einen speziellen Antiziganismus produziert? Anda Nicolae Vladu wird aktuelle Debatten zwischen Frankreich und Rumänien aufzeigen und ebenso auf geschichtliche Hintergründe eingehen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Roma Solidaritätsgruppe Bremen.

Wie sag ich’s meinem Journalisten? Einführung in Pressearbeit mit Textübungswerkstatt

Samstag, 23. Oktober 2010, 10 – 18 Uhr, Ort: Paradox, Bernharstrd. 12, 28203 Bremen

Mit Jörg Staude, Diplom-Journalist; Christoph Nitz, Kommunikationswissenschaftler und Klaus Wolschner, taz Bremen

In Workshops werden Texte für eigene Publikationen und für Presse intensiv erarbeitet. Die meisten Inhalte für Veröffentlichungen basieren auf der Textsorte “Nachricht” – deshalb widmet sich dieses Seminar der Praxis der Herstellung von Nachrichten und der Weiterverwendung dieser Texte mittels verschiedener Kanäle (Print, Online, Newsletter).
In einem Gespräch mit Klaus Wolschner von der taz Bremen wird für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Alltag einer Redaktion transparent gemacht und erklärt, warum viele Pressemitteilungen im virtuellen oder realen Papierkorb landen.

Seminar mit vielen praktischen Übungen. Mitzubringen: Computer mit Textverarbeitungssoftware.

Um Anmeldung wird gebeten: huettner(ätd)rosalux.de oder 0421-390 96 20.

Veranstalter: rli in Zusammenarbeit mit Linke Medienakademie e.V.

Zur Programmdiskussion der Partei DIE LINKE Sammelband mit Beiträgen der ND-Serie «Offene Fragen der Linken».

Erweiterte 2. Fassung, November 2010.
Die Partei DIE LINKE hat im März 2010 ihren ersten Entwurf eines Grundsatzprogramms veröffentlicht.
Das Programm soll im Herbst 2011 beschlossen, der Entwurf zuvor auf einem Konvent Anfang November 2010 beraten werden. Aus diesem Anlass drucken wir in dieser Broschüre eine Sammlung von Artikeln nach, die seit Vorlage des Programmentwurfs in der Tageszeitung «Neues Deutschland» (ND) erschienen sind. Die Serie «Offene Fragen der Linken» – bewusst nicht in der versalen Schreibweise der Partei – wurde vom ND in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung konzipiert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung waren es auch, die mit ihren Beiträgen für den Diskussionseinstieg sorgten, bevor wir weitere Autorinnen und Autoren dazu einluden.
Die Serie «Offene Fragen der Linken» wird nun zunächst beendet. Das ND wird die Programmdebatte auch weiter redaktionell und mit Debattenbeiträgen begleiten, nach dem Programmkonvent jedoch nicht mehr in wöchentlicher Folge.

Die Herausgeber Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH und Rosa-Luxemburg-Stiftung – Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.
Download der Borschüre der RLS als PDF

Was brennt im Wald von Chimki? Soziale Bewegungen in Russland. Teil 1

Einführung und Hintergründe anlässlich der Repression gegen Alexey Gaskarov und Maxim Solopov
mit einem Aktivisten aus Russland

Do., 28.10.2010, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 12; 28203 Bremen

Im Sommer dieses Jahres ist der brennende Konflikt wegen der Abholzung des Waldes in der Nähe der Moskauer Nachbarstadt Chimki eskaliert. Seit Jahren kämpfen Bewohner_innen der Stadt und Aktivist_innen aus Moskau gegen den Bau einer Mautautobahn. Die Baufirma setzt Neonazischläger gegen Ökoaktivist_innen ein…
Wir wollen uns im Herbst mit zwei Veranstaltungen mit der Situation sozialer Bewegungen in Russland grundlegender auseinandersetzen. Was sind Inhalte der Bewegungen, wer organisiert sich da überhaupt? Welche Konflikte und Probleme gibt es? Auftakt bildet dieser Vortrag mit Diskussion am 28. Oktober.
Die Hintergründe der Proteste gegen den Straßenbau im Wald von Chimki sollen nicht zuletzt deshalb in den Mittelpunkt gerückt werden, da sie ein aktuelles Beispiel darstellen, wie mit massiver Repression Widerstand zum Verstummen gebracht werden soll. Alexey Gaskarov und Maxim Solopov aus Moskau wurden am 29. Juli 2010 nach einer Spontandemonstration zur Erhaltung des Waldes in Chimki, die am Vorabend vor der lokalen Verwaltung stattgefunden hatte, festgenommen. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Beiden droht eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren. Die Aktivisten gehören zu den wenigen Sprechern sozialer Bewegungen in Russland, die in der Öffentlichkeit auftreten und Inhalte vertreten und propagieren.
http://khimkibattle.org und http://www.solianka.org/

Vorschau: Im November findet eine Veranstaltungsreise mit Ute Weinmann aus Moskau statt. Sie ist gemeinsam mit Ulrich Heyden Autorin von „Opposition gegen das System Putin. Herrschaft und Widerstand im modernen Russland“, Zürich: Rotpunktverlag 2009.
Am Freitag den 12.11.2010, 20 Uhr, wird sie im Kulturzentrum Paradox zur neueren Geschichte und den verschiedenen Praxisfeldern sozialer Bewegungen in Russland referieren.
Weitere Termine: Am 11.11.2010 in Hannover, 13.11.2010 in Oldenburg (in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen und dem Rosa Luxemburg Club Hannover)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Solianka Bremen und der AG Russland im Jugendbildungswerk der RLS.