Podiumsdiskussion zur »Meinungsfreiheit in der politischen Bildung«
Dienstag, 8. September 2009, 19.00 Uhr, DGB-Haus (Tivolisaal), Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen
Berichterstatter und PodiumsteilnehmerInnen:Rudolph Bauer, Sozialwissenschaftler und Autor; Rolf Gössner, Rechtsanwalt und Publizist; Freerk Huisken, Erziehungswissenschaftler, Uni Bremen; Fabian Rust, Rechtsanwalt (Rote Hilfe e.V., Ortsgruppe Bremen) u.a.
Im Rahmen des Begleitprogramms zu der Ausstellung »Was damals Recht war … – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht« wurden Veranstaltungen vom Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Herbert Wulfekuhl, hinterfragt und beanstandet bzw. ausgegrenzt und zensiert. Die Georg-Elser-Initiative weist über die Erinnerungsarbeit hinaus auf aktuelle gesellschaftliche Probleme hin. Sie lehnt die Definitionshoheit der Landeszentrale ab und besteht zum Schutz gegen undemokratische Entwicklungen auf einer diskursiven Streitkultur. Herr Wulfekuhl ist als Podiumsteilnehmer zu der Veranstaltung eingeladen.
Veranstalter: Georg-Elser-Initiative-Bremen
Unterstützer der Veranstaltung: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW); Internationale Liga für Menschenrechte; Verband deutscher Schriftsteller in der Gewerkschaft ver.di – Landesverband Niedersachsen- Bremen; Bremer Friedensforum; Rosa-Luxemburg-Initiative e.V. – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen; DGB-Jugend Bremen; Mehr Demokratie; Zweiwochenschrift “Ossietzky”, u.v.a.m.
Freitag, 26.Juni 2009, 20 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Vortrag und Diskussion mit Dr. Fabian Virchow
In der offiziellen Traditionspflege der Bundeswehr nimmt das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 einen zentralen Platz ein, war dies doch einer der wenigen Versuche ernsthaften Widerstandes aus den Reihen des deutschen Militärs. Parallel zu dieser Traditionspraxis, die sich auf der Linie des seit 1982 gültigen Traditionserlasses der Bundeswehr bewegt, gibt es verschiedene andere Bezugnahmen der Bundeswehr auf die Wehrmacht, darunter auch zahlreiche unkritische und nahezu ungebrochene Verehrungen militärischer Leistungen.
Weiterlesen »
Dienstag, 9. Juni 2009, 20 Uhr Infoladen Bremen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen
mit N.N., Gruppe never going home (Berlin)
Der Film “Valkyrie” (Bryan Singer 2008) hat nicht nur in Deutschland zu erneuten Debatten um das Attentat des 20. Juli 1944 geführt. Dabei lässt sich längst belegen, dass diejenigen, die den Kopf Hitlers forderten, selbst stramme Nazis waren. Die Gruppe never going home aus Berlin zeigt, wie sich das Attentat von Stauffenberg und seinen Kameraden im deutschen Erinnerungsdiskurs vom “Landesverrat” zu einem nationalen Mythos und einem “Aufstand des Gewissens” wandelte. Am Beispiel des Gedenkens an den 20. Juli wird in der Veranstaltung ein Überblick über die Wandlungen der Erinnerung an den Nationalsozialismus gegeben. Besonderes Interesse gilt dabei dem Geschichtsrevisionismus, der Relativierung und Verharmlosung der nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit. Aber auch ein moderner und gewandelter deutscher Nationalismus, der, angeblich geläutert, als selbstgerechter “Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung” auftritt und Kriegseinsätze im Ausland nicht trotz, sondern wegen der eigenen nationalsozialistischen Geschichte fordert, wird einer konsequenten Kritik unterzogen.
Die Gruppe never going home aus Berlin hat 2008 die Broschüre Fragwürdige Traditionslinien. Stauffenberg und der 20. Juli 1944 im deutschen Erinnerungsdiskurs (hier als PDF) veröffentlicht.
In der Reihe Antifaschistische Perspektiven des Erinnerns der Rosa Luxemburg Initiative Bremen in Kooperation mit associazione delle talpe
Freitag, den 22. Mai 2009, 19.00 – 21.00 Uhr, Kulturzentrum Paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen
Mit Martin Warnecke, Friedensbeaufragter der Evangelischen Bremischen Kirche, Wolfgang Gehrcke, (MdB DIE LINKE), Pröpstin Elfriede Begrich
Veranstaltung der RLS während des Kirchentage. Kontakt/Nachfragen bitte an Cornelia Hildebrandt hildebrandt(ätt)rosalux.de, Tel. 030 443 10 168
Donnerstag, 16. 4. 2009, 19:30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen | Raum 5
Zur Rolle der Weltbank unter des IWF
Referent: Jörg Goldberg, Autor des Buches “Überleben im Goldland – Afrika im globalen Kapitalismus”, Jörg Goldberg, Dr. rer. oec., geb.1943. Wirtschaftswissenschaftler. Wirtschafts- und sozialpolitischer Regierungsberater in Benin (1993-1996) und Sambia (2002-2005). Entwicklungspolitischer Gutachter seit 1989. Arbeit in ca. 20 Ländern Afrikas. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen. Der Abend findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Bremischen Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung: “Erinnern verhandeln – Kolonialismus im kollektiven Gedächtnis Afrikas und Europa” statt. In Kooperation mit dem BeN aus Mitteln des BMZ, GEW, BIZ, Brot für die Welt, Bremer Friedensforum.
VERANSTALTUNGSREIHE “AFRIKA”: ERINNERN VERHANDELN – KOLONIALISMUS IM KOLLEKTIVEN GEDÄCHTNIS AFRIKAS UND EUROPA
Montag, 6. April 2009, Kommunikationszentrum Paradox, Bernhardstraße 12, 28203 Bremen, 19.30 Uhr
Filmvorführung und Diskussion mit den Filmemacherinnen Annika Lems und Christine Moderbacher.
“Harraga”, Wien 2008 – Dokumentarfilm über Bootsflüchtlinge zwischen Tunesien und Italien und die Fragen nach dem Schiffbruch der Bewegungsfreiheit am Offenen Meer (von Annika Lems und Christine Moderbacher): “Sobald du am offenen Meer bist, siehst du überall nur mehr Wasser und Himmel. Du verlierst total die Orientierung und weißt nicht mehr, in welche Richtung sich das Boot bewegt.” Harragas sind sie, ein Wort das im gesamten maghrebinischen Raum diejenigen bezeichnet, die sich selbst oft als verlorene Generation sehen. Lieber nehmen sie den möglichen Tod im Meer in Kauf, als tatenlos in der erzwungenen Perspektivenlosigkeit zu erstarren. Während Bilder über anonyme Menschenmassen, die jeden Sommer in Booten die Küsten Südeuropas erreichen, unser Bild über Flucht und Migration prägen, kommen die Betroffenen selbst so gut wie nie zu Wort. Der Film bewegt sich scheinbar nahtlos zwischen den nationalstaatlichen Grenzen Tunesiens und Italiens hin- und her und zeigt die Brüchigkeit der sogenannten ‘Festung Europas’ und die Unmöglichkeit, Menschen in ihrem Drang nach Fortbewegung zum Erstarren zu bringen.
Eine Veranstaltung in der Reihe Militarisierung und Flüchtlingsabwehr der RLI:
Weiterlesen »
Dienstag, 17. März 2009, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen, 19.30 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Malte Luehmann (Marburg)
Der “Kampf gegen die illegale Migration” als Teil der Vermischung von innerer und äußerer Sicherheit ist zum Testfeld für den Einsatz militärischer Technologien im Inneren geworden. Nicht nur die Funktionslogik der Migrationspolitik, deren Aufgabe heutzutage in der
Abwehr von “Bedrohungen” gesehen wird, auch die eingesetzten Mittel tragen immer deutlichere Züge der Militarisierung. Beispielhaft kann diese Entwicklung anhand des Satellitenüberwachungssystems GMES nachvollzogen werden, in dessen Rahmen Spionagesatelliten Aufklärungsbilder gleichermaßen für Militärinterventionen, die Suche
nach Flüchtlingsbooten und den Umweltschutz liefern. Ein wichtiger Standort für die Weiterentwicklung von GMES ist der “Raumfahrtstandort” Bremen, wo Rüstungsschmieden wie OHB und EADS eng mit universitären Forschungseinrichtungen und der Hansestadt zusammenarbeiten.
Weiterlesen »
Sonntag 1. März 2009, 16.00 Uhr, Kommunikationszentrum paradox, Bernhardstrasse 12, 28203 Bremen
Diskussionsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit der Gruppe “Antimilitarismus-Aktionsbündnis”
Im Hinblick auf den NATO Gipfel Anfang April wird das neue Strategiepapier der NATO “Towards a Grand Strategie for an Uncertain World” vorgestellt und diskutiert. Das Strategiepapier wurde von verschiedenen NATO Ex-Generälen, unter anderem dem deutschen Ex-General Klaus Naumann, geschrieben und dient als inhaltliche Grundlage für den NATO Gipfel am 3.und 4. April in Straßburg. Zu fragen ist unter anderem, ob es das Ziel der in dem Papier vorgestellten Strategie ist, mit politischen wie auch militärischen Mitteln die bestehende Weltordnung und die Machtposition des Westens darin abzusichern und zweitens, ob diese Strategie im Zusammenhang mit einer Reihe verschiedener anderer militärischer Konzepte steht, die den Handlungsbereich der NATO in den letzten Jahren beständig ausgedehnt haben. Eine Grundlage für diese Entwicklung war die Schaffung neuer Bedrohungsszenarien und Feindbilder nach dem Kalten Krieg. Diese innerhalb der “Grand Strategie” begründeten Bedrohungen legitimieren jedoch nicht nur die derzeit stattfindenen Militärinterventionen, zugleich weisen sie auf kommende Kriegsschauplätze und die dazugehörigen Interessenskonflikte hin.
Freitag, den 23. Januar 2009, 20 Uhr im Infoladen Bremen, St.-Pauli-Str. 10/11, 28203 Bremen
Buchpräsentation und Diskussionsveranstaltung Ingo Elbe (rote ruhr uni Bochum)
Über Jahrzehnte beanspruchten die Diskurse des östlichen staatsoffiziellen Marxismus sowie des westlichen Antikommunismus die nahezu uneingeschränkte Definitionsmacht über das, was gemeinhin als ‘Marxsche Theorie’ oder ‘wissenschaftlicher Sozialismus’ zu gelten hatte. Dagegen machte sich ab Mitte der 1960er Jahre eine neue Lektüre-Bewegung vor allem in der Bundesrepublik daran, die originellen wissenschaftlichen Gehalte des Marxschen Denkens zu entdecken. Der Rezeptionsschutt der vorangegangenen 100 Jahre sollte endlich weggeräumt werden, um für die Rekonstruktion einer kritischen Gesellschaftstheorie Platz zu schaffen. Das Buch “Marx im Westen” vergegenwärtigt die Quellen, die Geschichte und Resultate dieser neuen Diskussion.
Weiterlesen »
Dienstag 6. Januar 2009, 20 Uhr, Infoladen Bremen, St. Pauli-Strasse 10/11, 28203 Bremen
mit Gunnar Schubert
Anlass der Veranstaltung ist der nahende 13. Februar 2009, um den herum Dresden wieder einmal Schauplatz des größten regelmäßigen Naziaufmarschs der BRD sein wird. Ein breites Bündnis von NPD bis zu den Autonomen Nationalisten ruft zu einem „Trauermarsch“ im „Gedenken an den alliierten Bombenholocaust“ auf. Im selben Zeitraum werden auch mehrere zehntausend DresdnerInnen den Opfern der Bombenangriffe gedenken, die Opfer der Nazis jedoch in ihr Gedenken mit einschließen und wahrscheinlich auch die Toten von Hiroshima. Die auf „Versöhnung“ ausgelegte Idee einer großen Opfergemeinschaft verwischt den Kontext des Zweiten Weltkriegs, die Parameter von Ursache und Schuld. An dem Wochenende werden die verschiedenen Lügen und Mythen rund um die Bombenangriffe nicht nur auf der Nazi-Demo, sondern bis weit in die bürgerliche Gedenkveranstaltung kolportiert.
Weiterlesen »
Israel/Palästina: Gewaltfreiheit, Kriegsdienstverweigerung, Anarchismus
Mittwoch, 3.12.2008, 19:30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Buchvorstellung und Diskussion mit Sebastian Kalicha
Ist eine gerechte und friedliche Lösung des Nahostkonflikts realistisch oder sind die Hindernisse auf dem Weg dahin bereits unüberwindbar? In der palästinensischen Westbank baut Israel eine groß angelegte, geopolitisch motivierte Barriere (Mauer). Zwischen Israel und Gaza herrscht offener oder verdeckter Krieg. Gegen die Sperranlage hat sich in den letzten Jahren durch die Anwendung direkter gewaltfreier Aktionen eine neue Graswurzelbewegung in der palästinensischen Westbank und bei israelischen Solidaritätsgruppen entwickelt.
Weiterlesen »
Kolonialismus & Anti-Kolonialismus am Beispiel der indischen Unabhängigkeitsbewegung
Montag, 1.12. 2008, 19.30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Buchvorstellung und Diskussion mit Lou Marin
Vor 60 Jahren wurde M.K. Gandhi, Mahatma (Große Seele) genannt, in Indien von einem Hindu-Fundamentalisten ermordet. Im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass in Indien und im gesamten englischen Sprachraum nach Gandhis Tod vielfältige Strömungen der Gandhi-Interpretationen entstanden sind, u.a. eine Strömung der libertären Gandhi-Interpretation. Dazu gehört auch der indische Sozialpsychologe Ashis Nandy, der mit seinem Buch »Der Intimfeind«, im Original bereits 1983 erschienen, zu den Mitbegründern der »Post-Colonial Studies«, der kulturellen und sozialpsychologischen Analyse kolonialer und nach-kolonialer Gesellschaften, gehört.
Weiterlesen »
Neoliberale „Entwicklungs-“ und Ordnungsprojekte und gesellschaftlicher Widerstand dagegen
Mittwoch, 05.11.2008, 20.00 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4 28203 Bremen
Bebilderter Vortrag mit Luz Kerkeling
Der südmexikanische Bundesstaat Chiapas ist nicht erst seit 1994 ein Ort gesellschaftlicher Widersprüche zwischen politisch-ökonomischen Eliten und der bäuerlich-indigen Bevölkerung, die für ein Ende von Ausbeutung und Unterdrückung kämpft. Die zapatistische Bewegung arbeitet seit 1994 an der Verbesserung der Situation ihrer Gemeinden und konnte vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Justiz und basisorientierte Selbstverwaltung beachtliche Erfolge erreichen. Parallel dazu versucht die außerparlamentarische Bewegung, sämtliche benachteiligten Bevölkerungssektoren in ihre emanzipatorischen Prozesse einzubeziehen. Im Gegensatz zu den linksgerichteten Parteien in Südamerika streben die Zapatistas nicht die Übernahme der Staatsmacht an. Sie wollen über eine mexikoweite zivile Mobilisierung von unten (die die sogenannte „Andere Kampagne“), eine völlige Neuordnung der gesellschaftlichen Verhältnisse erreichen, die in einem mehrjährigen Prozess erarbeitet und mittels einer neuen, partizipativen und antikapitalistischen Verfassung durchgesetzt werden soll. Aktuell sind diese Errungenschaften und Visionen der Basisbewegungen vielleicht so bedroht wie selten zuvor, da Chiapas als extrem ressourcenreicher Bundesstaat immer stärker ins Visier von Politik und Kapital gerät – im nationalen wie im globalen Rahmen.
Weiterlesen »
Kongress mit Workshops und Open Space
Fr. 10. bis So. 12. Oktober 2008 Schulzentrum an der Grenzstraße, Grenzstraße 90, 28217 Bremen
Die Welt verändern… Vom 10. bis 12. Oktober wird in Bremen das “Sozialforum meets Perspektiventage” stattfinden. Weltweit versteht sich die Sozialforenbewegung als Vorantreiberin einer Globalisierung von unten. Sie stellt sich den Entwicklungen der kapitalistischen Globalisierung entgegen – mit dem Ziel die Kräfte der Bewegung zu bündeln, um damit für soziale Gerechtigkeit und selbstbestimmtes Leben und Arbeiten einzutreten. Auf lokaler Ebene, konkret hier in Bremen, ist das Sozialforum ein Ort, an dem sich Menschen aus verschiedenen politischen Initiativen, Bewegungen und Organisationen zusammen mit Interessierten in Workshops informieren und austauschen können. Gemeinsam können Strategien und Aktionen diskutiert und geplant werden. Rund um die Aktivitäten gegen den G8-Gipfel 2007 haben sich in Bremen neue Kooperationen zwischen Einzelnen und Gruppen aus verschiedenen politischen Bereichen ergeben. So zum Beispiel auch der Vorbereitungskreis für das kommende “Sozialforum meets Perspektiventage”. Mit diesem Kongress sollen neue Kooperationen ermöglicht und alte Kooperationen erweitert werden. Neue Arbeitsmethoden (z.B. Open Space) sollen dieses unterstützen. Unsere Intention ist, dass die diskutierten Fragestellungen und Ideen in gemeinsamen Handlungsperspektiven für Bremen münden.
Uhrzeiten: Freitag 10.10.08 von 18:00 bis 22:00 Uhr Samstag 11.10.08 von 10:00 bis 22:00 Uhr Sonntag 12.10.08 von 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Bremen (genauer Ort steht noch nicht fest) – Weitere Infos unter: www.sozialforum.tk
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit offenem Vorbereitungskreis (bestehend aus: Inflagranti, Feliz, Avanti (HB) und Einzelpersonen)
Donnerstag, 3. April 2008, 20 Uhr, Zucker/nook, Friedrich-Rauers Str. 10, 28195 Bremen
Filmvorführung und Diskussion mit der Filmemacherin Olga Schell (Berlin)
Der Film erzählt vom Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen. Für die Frauen, Männer und Kinder war es ein Kampf um Freiheit, gegen die Vernichtung ihrer Angehörigen und die Zerstörung der Dörfer. Doch die Erzählungen offenbaren auch die Konflikte, die sich während der Besatzungszeit innerhalb des Widerstandes an der Frage der politischen Zukunft des Landes entzündeten und unter Einflußnahme der Alliierten und der deutschen Truppen im Bürgerkrieg mündeten. Den Erzählungen der griechischen Protagonisten folgend greift der Film noch eine weitere Spur auf: An 1941 errichteten Ehrenmälern pflegen Wehrmachtsveteranen im Schulterschluss mit Bundeswehrsoldaten ihre Geschichtsschreibung. Ein Mythos von mutigen und opferbereiten Soldaten, die der Pflicht der Vaterlandsverteidigung gefolgt seien.
Im Anschluss gibt es die Ggelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Mobilisierung gegen das Gebirgsjägertreffen in Mittenwald zu informieren!
Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Initiative Bremen in Kooperation mit der Gruppe Angreifbare Traditionspflege Bremen.
Mittwoch, 26.03.2008, 20.00 Uhr Bonboncafe, Hardenbergstr. 52, 28201 Bremen
mit John Kannankulam
Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die staatstheoreitsche Analyse der aktuellen Überwachungs- und Repressionsmaßnahmen. Die Bevölkerungsvermessung und die aktuellen Sicherheitsdispositive werden als Dekonstruktion des fordistischen Sicherheitsstaates und als Entwicklung hin zu einem neuen postfordistischen „Präventionsstaat“ aufgefasst, in welchem nicht mehr ein Anfangsverdacht bzw. das Vorliegen einer konkreten Gefahr Voraussetzungen für das Eingreifen der repressiven Staatsapparate sind, sondern die Bevölkerung als per se gefährlich wahrgenommen wird.
John Kannankulam ist Soziologe an der Universität Frankfurt/Main und Verfasser von Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus. Zur Staatstheorie von Nicos Poulantzas und Mitherausgeber von Poulantzas lesen Zur Aktualität marxistischer Staatstheorie (beide Hamburg)
Veranstaltungsreihe STAAT MACHT ÜBERWACHUNG, Teil 2
Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Initiative in Kooperation mit der Initiative Pro Malade Bremen
Mittwoch, 12.03. 2008, 20.00 Uhr, Bonboncafe, Hardenbergstr. 52, 28201 Bremen
mit Rolf Gössner
Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kommt es weltweit zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen – nicht allein durch Terrorakte, sondern durch die weltweite „Terrorismusbekämpfung“. Auch in der Bundesrepublik übertrafen sich nach den Terroranschlägen von New York, Madrid und London Parteien und Sicherheitspolitiker gegenseitig mit Gesetzesvorschlägen, die der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dienen sollen, mit Sicherheit aber ihre Freiheitsrechte einschränken. Rolf Gössner analysiert und kommentiert kritisch die bundesdeutsche „Antiterror“-Politik und deckt die oft skandalösen „Kollateralschäden“ an der „Heimatfront“ auf.
Veranstaltungsreihe STAAT MACHT ÜBERWACHUNG, Teil 1
Rolf Gössner (Bremen), Rechtsanwalt und Publizist, u.a. Präsident der „Internationalen Liga für Menschenrechte“.
Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Initiative in Kooperation mit der Initiative Pro Malade Bremen
Mittwoch, 5. März 2008, 19.30 Uhr, Bonboncafe, Hardenbergstr. 52, 28201 Bremen
In dieser Veranstaltung des Arbeitskreises “Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern” wird anhand von Filmmaterialien auf die Massaker der Wehrmacht und der SS in Italien 1944 eingegangen. Fragen nach den Tätern und dem bundesrepublikanischen Umgang mit ihnen, stehen dabei im Mittelpunkt. Beispielhaft werden die öffentlichen Reaktionen auf die Aktion um den in Italien zu lebenslanger Haft verurteilten Bremer Max Milde diskutiert werden.
Kontakt zum Kooperationspartner: keine-ruhe(bei)gmx.de
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit dem Arbeitskreis “Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern” (Bremen)
10. Mai 2007, 20.00 Uhr, Kommunikationszentrum paradox, Bernhardstrasse 12, 28203 Bremen
Vortrag und Diskussion mit Rainer Trampert, Hamburg
Rainer Trampert wird entlang der Themen Rohstoff- und Energiepoltik verschiedene Thesen zur politischen Dynamik der Globalisierung vorstellen. In diesem Kontext wird die Rolle der G8-Gipfel verortet und zur Diskussion gestellt. Gerade die Thematik der Rohstoff- und Energiepolitik hat in der aktuellen Entwicklung der Globalisierung eine Schlüsselposition. Dies zeigte sich 2006 auf dem letzten G8-Gipfel in St. Petersburg und spiegelt sich augenblicklich in den Diskussionen um den Klimawandel wider. Die Kritik an der politischen Ausgestaltung des gesellschaftlichen Naturverhältnis, wie sie Rainer Trampert und andere mit dem Konzept des Ökosozialismus schon in den 80er Jahren formuliert haben, ist hierbei von zentraler Bedeutung. Globalisierung ist heute ohne einen umfassenden, weltweiten Zugriff auf die notwendigen Ressourcen und die Option diese zu verwerten – und z.B. das Klima entsprechend zu beeinflussen – nicht vorstellbar. In dieser Situation sind Konkurrenzen und militärische Konflikte um die zur Aufrechterhaltung kapitalistischer Produktionsweisen notwendigen Ressourcen eine zu beobachtende Konsequenz.
Rainer Trampert war 1982 bis 1987 Bundesvorstandssprecher der Grünen. 1990 trat er aus der Partei aus.
Eine Diskussionsveranstaltung des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative in Kooperation mit der Gruppe g_wech
Georg Elser – Erinnerungen an einen Unbekannten
Eine Theateraufführung des Trias Theater Ruhr über den Hitlerattentäter Georg Elser.
Donnerstag, 19.4. 2007, 11.30 Uhr
Aula des Schulzentrum Walle, Lange Reihe 81, 28219 Bremen
In Kooperation mit der Georg Elser-Initiative Bremen
Georg Elser – Erinnerungen an einen Unbekannten
Eine Theateraufführung des Trias Theater Ruhr über den Hitlerattentäter Georg Elser.
Mittwoch, 18.4.2007, 20.00 Uhr
Freie Waldorfschule, Touler Straße 3, 28211 Bremen
In Kooperation mit der Georg Elser-Initiative Bremen
Mittwoch, 8. November, 17 Uhr, Rathaus Bremen
Die Georg-Elser-Initiative Bremen präsentiert ihren neuen Essayband im Bremer Rathaus. Georg Elser wurde nach dem Krieg diffamiert oder totgeschwiegen. Heutzutage wird er eher heroisiert und auf einen Sockel gestellt. In 19 Beiträgen, u.a. von Rolf Gössner, Jutta Limbach, Karl Heinz Roth und Jörg Wollenberg beleuchtet der Band Elser im Lichte der neuesten Forschung. Der Attentäter und sein missglückter Tyrannenmord werden in soziale, politische, kulturelle und moralische Kontexte gestellt.
Informationen über Georg Elser sowie die bestehenden Georg-Elser-Initiativen/Arbeitskreise sind auf den Webseiten: www.georg-elser-arbeitskreis.de/ und www.georg-elser.net/bremen/ erhältlich. Inhaltsverzeichnis des beim Bremer Verlag Edition Temmen erscheinenden Buches.
Weiterlesen »
Beitrittsverhandlungen der Türkei und die Rolle der Zivilgesellschaft
Mittwoch, 25. Oktober 2006, 18:00 Uhr, forum Kirche, Hollerallee 75, 28209 Bremen
Mit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen hat die Aufmerksamkeit gegenüber der Türkei zugenommen. Ein Land, das der EU beitreten möchte, muss bestimmte Kriterien erfüllt haben. Im Rahmen dieses Prozesses wurden gewisse Anpassungsreformen in der Türkei vollzogen. Wir möchten mit Vertretern unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Organisationen aus der Türkei / Kurdistan die Frage der Menschenrechte, die Situation der Inlandsflüchtlinge und die Situation der Frauen zwischen Anspruch und Realität diskutieren. Gleichzeitig wollen wir uns mit der Rolle der Zivilgesellschaft bei der Demokratisierung des Landes auseinander setzen.
Weiterlesen »
Donnerstag 28. 9. 2006
ab 20 Uhr im paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen
Diskussionsveranstaltung des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative mit Claudia Haydt im Rahmen der Reihe “www.krieg+terror.com” der politischen Gruppe g_wech.
Claudia Haydt arbeitet in der Informationsstelle Militarisierung (imi) in Tübingen mit. Thematisiert wird an diesem Abend die Bedeutung militärischer Strategien für die politische Konfliktlage im Nahen und Mittleren Osten. Zur Sprache kommen dabei unter anderem die Rolle des Islamismus und politischer Konzeptionen im Kontext globaler Bedrohungsszenarien. Untersucht wird so unter anderem die Konstruktion der Feindbilder und die Formierung von Interesssensgruppen, die der Militarisierung der Konflikte ihre Dynamik verleihen.
Weiterlesen »