14. Mai 2007 um 20.00 Uhr, paradox (Bernhardstr. 12, 28203 Bremen, erster Stock)
Diskussionsabend des Clubs der Rosa-Luxemburg-Initiative mit einem Beitrag von Kai Kaschinski
Für die Internationalismus-Bewegung ist der G8-Gipfel in Heiligendamm der zentrale Mobilisierungspunkt des Jahres 2007. Wir wollen an diesem Abend diskutieren, welche Funktion der G8-Gipfel in der internationalen Politik hat und wie diese Gipfel organisiert sind. Von manchen werden die Gipfel zu zentralen Orten der Macht stilisiert und von anderen als reine PR-Shows angesehen. Wir werden diese Positionen hinterfragen und zudem die Perspektiven des Widerstands gegen Events wie den G8-Gipfel erörtern.
P.S.: Diese Veranstaltung wurde vom 19. März auf diesen Termin verschoben
Ein Tal in Bewegung gegen die neue Hochgeschwindigkeits-Zugtrasse zwischen Italien und Frankreich
25. April 2007, 20:00 Uhr, Infoladen Bremen, St. Pauli-Strasse 10/12, 28203 Bremen
Vortrag und Diskussion mit Raffaele Sciortino
Im Val di Susa nahe Turin wird seit einigen Jahren kreativ gegen eine Hochgeschwindigkeits-Zugtrasse gekämpft, die sich durch die Täler und Berge der italienisch-französischen Alpen wühlen soll. Bemerkenswert an dieser Protestbewegung sind vor allem ihre lokale Verankerung und die über lange Zeit anhaltende Mobilisierung der örtlichen Bevölkerung.
In der Veranstaltung wird es vor allem darum gehen, die Bedeutung solchen lokalen Widerstands gegen planerische Großprojekte zu diskutieren und ihn in Bezug zu territorial übergreifenden Kämpfen wie denen der globalisierungskritischen Bewegung zu setzen. Einleitend wird dazu ein kurzer Film von Aktionen vor Ort gezeigt werden. Dieser Film ist auf Italienisch mit englischen Untertiteln. Die Veranstaltung wird jedoch auf Deutsch stattfinden.
Raffaele Sciortino ist Soziologe an der Universität Turin
Lesung und Diskussion mit Bernd Drücke
Sonntag, 25.03.2007, 16.00 Uhr, Kulturzentrum Lagerhaus, Medien Coop, Etage 3,, Schildstr. 12-19, 28203 Bremen
Bernd Drücke arbeitet als Redakteur der bundesweiten Monatszeitschrift Graswurzelrevolution in Münster. Er ist Herausgeber des Buches „ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert, Interviews und Gespräche“, das er vorstellen wird. Weitere Inhalte der Veranstaltung werden die Geschichte, Perspektiven des Anarchismus und die Darstellung und Diskussion aktueller Projekte und Initiativen sein.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der AG Kulturcafe.
Konturen eines kritischen Bildes der deutschen Nachkriegsgeschichte
Bundesweite Tagung am Fr. 1.12. und Sa. 2.12. 2006, Bremen
Je länger die deutsche Vereinigung zurückliegt, um so stärker scheinen die Diskussionen darüber zu werden, wie eine – erst recht: kritische – Geschichtsschreibung der deutschen Nachkriegszeit aussehen könnte:
- Gab es zwar zwei Staaten, aber nur eine Geschichte?
- Ist mit der DDR auch die Bundesrepublik untergegangen und damit ein Fall für die Geschichtswissenschaft?
- Welche Interessen und Sichtweisen stehen hinter welcher Herangehensweise?
- Wie stellt sich die Geschichtsschreibung der deutschen Nachkriegszeit im europäischen Kontext dar?
Weiterlesen »
Die Internationalismus-Bewegung vor dem G8 in Heiligendamm
24.11.2006 (geänderter Termin) um 20.00 Uhr im paradox (Bernhardstr. 12, 28203 Bremen)
mit Moe Hierlmeier
An diesem Abend wird Hierlmeier im Kontext der Mobilisierungen zum G8-Gipfel in Heiligendamm eine Reflexion zurückliegender Kampagnen und Politiken der Internationalismus-Bewegung eingeleitet. Mit einer Schwerpunktsetzung auf die Geschichte der Internationalismus-Bewegung nach dem Kalten Krieg werden dabei Thesen zu den Stärken und Schwächen des Internationalismus und seinen politischen Bedingungen zur Diskussion gestellt. Betrachtet werden soll unter welchen Voraussetzungen sich der Widerstand zum G8 entwickelt und welche sinnvollen Ansatzpunkte zum Widerstand angesichts gemachter Erfahrungen denkbar sind.
Weiterlesen »
Montag , 20. 11. 2006, 19 Uhr
Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Initiative, Breitenweg 25, 28195 Bremen, 3. Stock
Wir bitten um Anmeldung, da die Plätze bei dieser Veranstaltung leider begrenzt sind!
Vortrag mit Diskussion mit Bernd Hüttner
Bernd Hüttner plädiert eindringlich für eine plurale Linke. Sie muss die verschiedenen Traditionen und Gegensätze (wie z.B. Ost- und Westlinke, Parteiorientierung oder Bewegungsaktivismus, reformistische oder radikalere Ansätze) wahrnehmen und respektieren. Die Beschränkungen, denen die verschiedenen Traditionen unterliegen, sollten berücksichtigt werden: Verschlief die klassische Linke in der Vergangenheit etliche Bewegungen (Feminismus, Ökologie, Ende des Normalarbeitsverhältnisses), so waren die neuen sozialen Bewegungen in ihrer Mehrheit Ein-Punkt-Bewegungen, die keine gesamtgesellschaftliche Alternative anzubieten hatten und auch relativ leicht in einen postfordistischen Kapitalismus re-integriert werden konnten. Eine neue Linkspartei steht zwar in der historischen Erzählung „der Linken“, wird aber keine klassische Arbeiterpartei mehr sein können…
Weiterlesen »
Dienstag, den 3. Oktober um 20 Uhr, Paradox (Bernhardstraße 12)
Vortrag und Diskussion mit Martin Birkner und Robert Foltin (Wien)
Die beiden Referenten aus Österreich stellen uns an diesem Abend die theoriegeschichtliche und praktische Entwicklung des Operaismus im Italien der 60er und 70er vor. Anknüpfend an aktuelle Debatten schildern sie die Herausbildung des Postoperaismus anhand der Thesen von Hardt/Negri, Holloway und Virno. Auch die Kritik an diesen Ansätzen wird nicht zu kurz kommen. Entscheidend ist die Frage, welchen Beitrag postoperaistische Gedanken für die globalen sozialen Bewegungen liefern können. Am Beispiel der Disobbedienti in Italien und der EuroMayday-Kampagne soll dieser Kernpunkt diskutiert werden.
Weiterlesen »
Donnerstag, 13.07.2006:
Die neue Linke und ihre Partei –
Einheitsfront und Partei bei Wolfgang Abendroth
Vortrag und Diskussion mit Prof. Michael Buckmiller und Richard Heigl
18.30 Uhr, Villa Ichon, Goetheplatz 4, Bremen
Am 2. Mai 2006 wäre der marxistische Politikwissenschaftler
Wolfgang Abendroth 100 Jahre alt geworden. Er verstarb 1985 – nachdem er 21 Jahre an der Universität Marburg gelehrt hatte. Sein politisches und juristisches Denken, seine Konzeptionen sind alle im vorigen Jahrhundert, vor dem Zerfall des ´Realsozialismus`, vor der ´Globalisierung` entstanden und deshalb nicht mehr zeitgemäß – könnte man denken.
Weiterlesen »
Donnerstag, 29.06.2006:
Die PDS im Westen 1990 bis 2005 – Schlussfolgerungen für eine neue Linke.
Vortrag von Meinhard Meuche-Mäker sowie Diskussion mit Murat Çakir
19.30 Uhr, Villa Ichon (Raum 5), Goetheplatz 4, Bremen
Von Anfang an wurde der PDS in den westdeutschen Bundesländern keine Entwicklungschance eingeräumt. Beobachter unterschiedlicher politischer Couleur konstatierten immer wieder das Scheitern der PDS im Westen. Auch als die Einschätzung, die ostdeutsche PDS sei lediglich ein Übergangsphänomen, ad acta gelegt wurde, änderte sich daran nichts Wesentliches. Diese Bewertungen in Rechnung gestellt, hat sich die westdeutsche PDS relativ lange als politisch handlungsfähige Organisation behauptet, wenn auch auf niedrigem Niveau, und zumindest spärliche Erfolge vorzuweisen.
Weiterlesen »